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Ökumenischer Kreuzweg der Jugend


21. Januar 2023

#beziehungsweise

Karfreitag, 7. April 2023, 19.30 Uhr Beginn in der St.-Jakobi-Kirche.

#beziehungsweise ist ein Wort, das für „oder“, eine „andere Möglichkeit“ oder auch „genauer gesagt“ stehen kann. Mit dem Jugendkreuzweg beziehungsweise möchten wir wirklich etwas näher betrachten, nämlich verschiedene Beziehungs-Weisen. In welchen Beziehungen stehst du? Wie, auf welche Weise gestaltest du sie? Welchen Menschen begegnest du? Machen die Begegnungen etwas mit dir?

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“, so sagte das der jüdische Philosoph Martin Buber und zeigte damit, wie wichtig andere Menschen und die Beziehungen mit ihnen für unser Leben sind. Auch das Leben Jesu war voller Begegnungen. Vielleicht kennst du einige Geschichten davon. Kennst du auch die Begegnungen beziehungsweise Nichtbegegnungen auf seinem Weg zum Kreuz?

#beziehungsweise lädt dich ein, die Begegnungen Jesu während seines Leidens, Todes und nach seiner Auferstehung näher anzusehen. Begegnungen ziehen sich dabei wie eine Linie durch. Das soll auch die Kunstform von beziehungsweise zeigen, die sich Lineart nennt. Mit einem Stift, der nicht abgesetzt wird, wird eine fortlaufende Linie gezeichnet, die das Wichtigste des Motivs einfängt. Die Aquarell-Farbkleckse unterstreichen die  Beziehung, mal sind sie näher, mal sind sie weiter voneinander entfernt. Im Jugendkreuzweg #beziehungsweise kannst du Beziehungen in deinem Leben entdecken und sie mit den Begegnungen Jesu verbinden. Welche Begegnungen machen dir Mut oder geben dir Kraft? Wo hast du Herausforderungen und Fragen?

Du kannst all das in verschiedenen Aktionen, den Liedern und Gebeten ausdrücken und vor Gott bringen. Denn all die Linien der Begegnungen schneiden sich in der Begegnung mit Gott – so ähnlich hat das Martin Buber ausgedrückt. Jesus traf verschiedene Menschen, die Beziehung zu Gott durchzog sein gesamtes Leben.

Mit #beziehungsweise bist du eingeladen, etwas von dieser Beziehung für dich zu entdecken. …“ – Tobias Knell und Dr. Kathinka Hertlein (Geschäftsführung und Redaktionsleitung des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend)

In Stollberg laden wir seit vielen Jahren am Karfreitag ein, an diesem Abend eines geprägten Tages, noch einmal auf das Passionsgeschehen zu schauen, sich fragen und anregen zu lassen, Gedanken zu sammeln, zu hören, schweigen, laufen, stehen, zu tragen, …

19.30 Uhr beginnen wir mit einer Andacht in der St.-Jakobi-Kirche und tragen anschließend das Kreuz zu verschiedenen Stationen im Ort, kommen am späten Abend (gegen 21.30 Uhr) zurück, um auf dem Altarplatz mit Brot und Traubensaft den Tag zu beenden.

Was wird danach sein?

Nach Jesu Tod, ihrem Verlust, begaben sich zwei der Jünger auf den Weg. Sie wollten nur weg. Ihre Hoffnungen und Ziele sind mit Jesus gestorben. Perspektiven? Fehlanzeige! Während sie gehen, reden sie über das Erlebte. Versuchen sich vermutlich gegenseitig zu trösten. Ein Fremder kommt dazu. Begleitet sie ohne sichtbaren Grund auf ihrem Weg. Hört nur zu und spendet Trost.

Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort!