Die Menschen in der Ukraine werden bombardiert und beschossen. Sie verteidigen sich, suchen zu Hunderttausenden Schutz in Kellern oder sie flüchten aus dem Land, um ihr Leben und das ihrer Kinder zu retten.“

Die Evangelische Kirche in Deutschland verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine: „Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen, die nun um Leib und Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen“, so die Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus.Religionsübergreifend finden deutschlandweit Friedensgebete anlässlich des Krieges in der Ukraine statt.

Kurschus rief dazu auf, nicht in eine Spirale des Hasses zu geraten: „Wir verweigern uns der Verführung zum Hass. Wir verweigern uns der Spirale der Gewalt. Wir werden der kriegslüsternen Herrscherclique in Russland nicht das Geschenk machen, ihr Volk zu hassen. Wir werden das Spiel der Verfeindung nicht mitspielen“, sagte die Ratsvorsitzende. Jetzt seien Taten gefragt: „Wo Kriege geführt werden, da kommt es auf Waffen an. Wo der Frieden werden soll, da kommt es auf uns an“, so Kurschus. „Es kommt auf uns an, den leidenden Menschen in der Ukraine, den verängstigten Menschen in unseren Nachbarländern, unsere Solidarität zu zeigen, keine billige, sondern eine, die uns etwas kostet. Es kommt auf uns an, den Menschen in Russland, die sich gegen den Krieg stellen, unsere Achtung zu bezeugen. Es kommt auf uns an, den Menschen, die flüchten, zu helfen und ihnen Wege zu öffnen, damit sie ihr Leben retten können.“

Annette Kurschus: „Das Blut, das im Krieg vergossen wird, schreit zum Himmel. Gott hört den Schrei, das glaube ich gewiss. Und: Gott hört auch die Stimmen des Friedens“, so die EKD-Ratsvorsitzende.

Zur Demonstration aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Friedens-, Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen. In Redebeiträgen forderten sie dazu auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren und appellierten an die russische Führung, umgehend ihre Kämpfe einzustellen und ihre Truppen zurückzuziehen.

Für den heutigen Sonntag hat die EKD gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz zu Friedensgebeten aufgerufen. Bundesweit laden am späten Nachmittag zahlreiche Kirchengemeinden mit Glockengeläut zu Andachten ein.

Weitere Stellungnahmen und Informationen zur Lage in der Ukraine unter www.ekd.de/ukraine.

Hannover/Berlin, 27. Februar 2022
Pressestelle der EKD

   

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