bilzOsterbrief von Landesbischof Tobias Bilz
06. April 2020

"Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.
Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.
Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht." Joh 14, 27

Liebe Schwestern und Brüder,

ich schreibe meinen ersten Brief an Sie in Zeiten des Ausnahmezustandes. Wir gehen auf das Osterfest zu und wissen nicht, wie wir es feiern sollen. Der Ausfall unserer Gottesdienste und Versammlungen war auch in den vergangenen Wochen schwer. Jetzt aber sind wir tief beunruhigt: Wie sollen wir am Gründonnerstag das Heilige Mahl halten? Werden wir die Passionsgeschichte allein lesen müssen? Auf welche Weise soll sich der Osterjubel ausdrücken?

(Quelle: evlks.de - Osterbrief)

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TROTZ ALLEDEM!

Tage getaktet,
Kalender gefüllt,

Aufgaben erledigt.

Und alles ist wichtig
und alle sind wichtig
und alles muss sein
und wehe, wenn nicht,
es wäre nicht auszudenken!

Und dann fällt aus
Alles

Und die Sonne geht
trotzdem auf am Morgen.

Tobias Petzoldt (tp)

https://jugendkreuzweg-online.de

(c) VHA (Verlag Haus Altenberg)

trotzdemEs scheint vieles dieser Tage nicht so real wie wir es gewohnt sind. An vielen Orten ist man noch ratlos, ob der eingetretenen Notsituation. Nur langsam können wir sie annehmen und lernen, sie auch als Herausforderung und vielleicht als Chance zu begreifen.

„… nach den Beratungen im Kollegium (der Landeskirche) und der Kenntnisnahme der Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen möchten wir (die Kirchenleitung) nun folgende aktuelle Informationen und Empfehlungen geben: … Der Freistaat schreibt: „Für den Publikumsverkehr geschlossen sind u.a. Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.“

Dies bedeutet, dass das Landeskirchenamt an der dringenden Empfehlung festhält, für die vom Freistaat angegebene Frist bis zum 20. April 2020 auf Gottesdienste zu verzichten.“

(Beachten Sie bitte auch die veränderten Öffnungszeiten des Kirchgemeindebüros!)

 

church 3601975 960 720Die Sonntagskollekten sind für unsere Gemeinde und Landeskirche ein wichtige Stütze, um vielfältige Aufgaben zu finanzieren und zu unterstützen.
Mit der Auszeit für Gottesdienste, fallen auch die sonntäglichen Spenden aus.

Der landeskirchliche Kollektenplan sieht für
Karfreitag eine Kollekte für die Arbeit der Sächsischen Diakonissenhäuser und
Ostersonntag eine Kollekte für die Jugendarbeit der Landeskirche vor.

An allen anderen Sonn- und Feiertagen wird für die Aufgaben der eigenen Gemeinde gesammelt.

Wir bitten um Kollekten/ Spenden auf das Konto der Kirchgemeinde St.-Jakobi

Bank: KD-Bank Dresden
IBAN: DE69 3506 0190 1682 0090 27
BIC: GENODED1DKD
Verw.-Zweck: 2901 KiG Stollberg - Kollekte

Die in dem Zeitraum bis zum Neustart der Gottesdienste eingegangenen Kollekten, sollen auf die Sonntage und dem jeweiligen Spendenzweck geteilt werden.

Bild: pixabay.com

Montag bis Freitag von 9:00 bis 18:00 Uhr

DRESDEN – Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Beraterinnen und Berater der Ev.-Luth. Landeskirche, des Bistums Dresden-Meißen und der Diakonie Sachsen haben ein ökumenisches „Corona-Seelsorgetelefon“ organisiert. Die geschulten Seelsorger werden ab nächster Woche, Montag, 30. März, mit einer zentralen Telefoneinwahl von montags bis freitags von 9.00 bis 18:00 Uhr erreichbar sein. Sie wollen mit diesem Angebot den Dienst der bestehenden TelefonSeelsorge ergänzen und auf Fragen eingehen, die möglicherweise in den Tagen und Wochen der Corona-Pandemie aufbrechen und unruhig machen.

Telefonnummer 0351 / 89692890
(Diakonie Sachsen, Bistum Dresden Meißen, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen)

21.06. bis 25.09.2020
Ausstellung in der Offenen Kirche

Gerhard Frank Stiehler

Die menschliche Gestalt in all ihren Facetten steht im Mittelpunkt seines Schaffens.

Wir begegnen in unterschiedlichen Techniken und Medien immer wieder Figuren in komplexen vielgestaltigen Konstellationen.
Auf einen Einblick in seine künstlerische Arbeit freuen wir uns.

Öffnungzeiten: werden noch bekannt gegeben




Informationen zu Frank Stiehler finden Sie hier:
http://www.kuenstlerbund-mv.org/stiehler-frank.html

 

Die Gemeindebriefe sind fertig gedruckt
und liegen zur Abholung durch die Helfer ab Freitag, 27. März 2020 bereit.

Da Wege und der persönliche Kontakt zur Zeit erschwert sind,
steht das Gemeindeblatt hier als --> Download zur Verfügung.

Alle Termine sind als vorläufig anzusehen.

veränderte Öffnungszeiten des Kirchgemeindebüros: Mo + Mi 10.00 – 12.00 Uhr / Do 14.00 – 16.00 Uhr Zusätzliche Telefonzeiten: Di 14.00 – 15.00 Uhr & Fr 10.00 – 12.00 Uhr



corona virusGott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.
Psalm 46, 2

In diesen Tagen verbreitet das Coronavirus weltweit Angst und Schrecken. Viele Menschen sind vor allem deshalb verunsichert, weil seine tatsächliche Gefährlichkeit nur schwer einzuschätzen ist und es im Moment weder eine Therapie noch einen Impfstoff gibt. Neben der praktischen Frage, wie man sich angemessen verhält, beschäftigen uns auch tieferliegende Sorgen: Was trägt in einer schweren Krise wirklich? Worauf können wir uns verlassen, wenn es darauf ankommt? In wessen Hand ist unser Leben?

Für uns Christen gilt: gute und schlimme Tage, Hoffnungen und Sorgen, unverhofftes Glück und plötzliche Not gehören in unsere Beziehung zu Gott. Wir wenden uns besonders dann an ihn, wenn wir nicht mehr weiter wissen. Jetzt erleben wir einen solchen Moment. Deshalb klagen wir Gott unsere Not und erbitten wir von ihm Zuversicht und Stärke!

Zugleich sind wir herausgefordert, manche unserer Haltungen zu überdenken. Wie passt unsere Ängstlichkeit im Blick auf uns selbst zusammen mit der Gleichgültigkeit gegenüber der Not anderer? Was lehrt uns das Coronavirus über unseren Umgang mit Alten und Kranken, Kriegsopfern und Menschen auf der Flucht? Sind wir gleichgültig gegenüber Menschen, denen es schlechter geht als uns? Das beschämt uns!

Darüber hinaus wird uns konkret vor Augen geführt, dass wir unser Leben nicht bewahren können. Diese Pandemie kann alle Menschen treffen. Sie macht uns gleich und damit demütig!

Wir können solche und ähnliche Gedanken nur dann zulassen, wenn wir etwas haben, das uns Hoffnung gibt. Zuversicht und Stärke sollen unter uns entstehen. Gottvertrauen baut sich auf, wenn wir unser Leben Gott anvertrauen. Daraus wächst Handlungsstärke im Blick auf das, was jetzt zu tun ist sowie Gelassenheit gegenüber dem, was wir nicht in der Hand haben.

Dazu kann uns dieses Gebet (Nr. 930, Evangelisches Gesangbuch) helfen:

Vater im Himmel, ich bitte weder um Gesundheit noch Krankheit, weder um Leben noch um Tod, sondern darum, dass Du über meine Gesundheit und meine Krankheit, über mein Leben und meinen Tod verfügst zu deiner Ehre und zu meinem Heil. Du allein weißt, was gut für mich ist. Du allein bist der Herr, tue, was du willst. Gib mir, nimm mir, aber mache meinen Willen dem deinen gleich. Amen.

Tobias Bilz, Landesbischof

-> mehr: Kirchliches Leben in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

Vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2020 bietet die Ev.-Luth. St.-Jakobi-Kirchgemeinde Stollberg wieder eine BFD-Kulturstelle (Bundesfreiwilligendienst im kulturellen Jahr) im Bereich Kulturmanagement und Öffentlichkeitsarbeit an. Der BFD Kultur und Bildung ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr für junge Menschen nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht und bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres.

Aufgaben des Freiwilligen sind ...

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