leuchtenDie Zeit des Advent beginnt und es stellt sich die Frage, worauf es sich wohl diesmal zu warten lohnt?

Es ist das Gleiche wie im vergangenen Jahr und die Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte zuvor - das macht es schon mal leichter: Alle Jahre wieder.
Da ist das tiefe Wissen in uns, dass unsere Welt eine andere gewesen sein muss - damals. Da ist das Gefühl, dass diese unsere Welt nicht so bleiben muss, wie sie ist. Da ist die Hoffnung, dass es gut wird.

Ein Stern geht auf am Horizont und erinnert an Wünsche und Träume. Er scheint in die dunklen Winkel und Gassen, gibt Ziel, Orientierung und dem ein oder anderen das Wissen wieder, nicht allein leuchten zu müssen.
(cz)

Musik:
Gloria - Wie sehr wir leuchten

biltzGott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2. Tim 1, 7

Liebe Schwestern und Brüder in den Kirchgemeinden unserer Landeskirche,

zum 1. Advent und zu Beginn des neuen Kirchenjahres grüße ich Sie mit diesem Ermutigungswort des Apostels an seinen überforderten Schüler Timotheus. Es hilft mir, durch eine neue Welle der Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Belastungen und Einschränkungen hindurchzukommen.

Gottes Geist ist uns gegeben! Diese gute Nachricht zuerst. Sie richtet sich an unsere Ängste, die so vielfältig sind wie wir. Haben Sie Angst vor Corona oder vor der Impfung? Fürchten Sie sich vor Freiheitseinschränkungen und Kontrolle oder vor Rücksichtslosigkeit und Egoismus? Ängste werden oft nicht durch Argumente genommen, sondern durch die Erfahrung von Geborgenheit. Deshalb hat Jesus Christus der Kirche seinen Geist geschenkt. Er ist auch jetzt da, trotz aller Erfahrung von Ohnmacht und Ausgeliefertsein!

digitalUnd wieder wird es notwendig, für die Zeit bis Weihnachten und die Tage über den Jahreswechsel schon jetzt einen Plan zu haben. Die außerordentlichen Umstände legen das nahe.

Auch in anderen Jahren ist die Zeit im Dezember lang und das Warten eine Geduldsprobe. 2021 fällt wieder vieles weg, was wir uns als Rituale in den Jahren ersonnen haben: Weihnachtsmärkte, Konzerte, Advents- und Weihnachtsfeiern ...

Wie schon im Advent 2020 verlagert vieles in den privaten Bereich. Wir halten wir Kontakt zu Familie und Freunden via Telefon und Internet. Die Sozialen Medien spielen hierbei eine wichtige Rolle. Über sie nehmen wir aneinander Anteil, teilen uns mit und suchen neben Sinn auch Zerstreuung.

leichtes gepäckLassen Sie Ihr Gepäck
nicht unbeaufsichtigt.
Passen Sie auf, was Sie so
mit sich herumschleppen.
Prüfen Sie von Zeit zu Zeit,
was gebunkert wurde mit der Zeit
in Speicher, Sack und Seele.
Geben Sie Acht auf sich
und geben Sie ab von sich,
bis es Ihnen nicht länger
unter die Augen kommt
und in die Quere. (Tobias Petzoldt)

... mit #leichtem_Gepäck durch die letzte Woche des Kirchenjahres.

ewigkeitssonntagGott, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen.
Immer wieder. Bis das Denken ins Herz geht.

Gott, ich bitte dich für all die Kranken, Gepflegten, Umsorgten.
Und die es gern wären.
Für die Pflegenden, Sorgenden
auf den Intensivstationen, in den Pflegeheimen, zuhause.
Der zweite Coronawinter steht vor der Tür.
Du hältst unser Leben in deiner Hand.

   
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